Kuriose Weihnachten aus aller Welt

schwedenFür die einundzwanzigste Weihnachtstradition geht es heute nach Schweden

Die Ziege ist in Schweden während Weihnachtszeit eine symbolträchtige Figur: Sie bringt unter anderem die Geschenke für die Kinder. Ihr zur Ehren wird seit 1966 in der Stadt Gärvle jedes Jahr Anfang Dezember eine 13 Meter hohe Ziege aus Stroh errichtet. Aus mysteriösen Gründen wurde die erste Strohziege in der Neujahrsnacht in Brand gesetzt und deshalb im nächsten Jahr wieder neu aufgebaut. Seit dem ist es zu einem regelrechten Wettkampf zwischen Ordnungskräften, die die Ziege z.B. mit Wasser tränken, und Brandstiftern gekommen. Viele schließen jedes Jahr eine Wette ab, ob die Ziege bis zum neuen Jahr überlebt. Die Überlebensquote liegt bis jetzt bei immerhin 45 %. Die diesjährige Ziege hat es leider nur bis zum 12. Dezember geschafft.

Hier noch ein paar Highlights aus dem Leben einer Strohziege:
1976: Ziege wurde von einem Auto gerammt
1987: Eine schwer entflammbare Ziege wurde errichtet und brannte eine Woche vor Weihnachten ab
1996: Ziege wurde per Webcam überwacht und überlebte
2005: Zwei Männer als Weihnachtsmann und Lebkuchenmann verkleidet schossen einen brennenden Pfeil in die Ziege. Die Feuerwehr kam zu spät.

Für weitere Informationen und die gesamte ‚Überlebensstatistik‘ der Gävle Ziege hier ein Link:
http://en.wikipedia.org/wiki/Gävle_goat

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

england

Für die zwanzigste kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach England

‚Snap Dragon‘ oder auch ‚Flap Dragon‘ war ein vom 16. bis 19. Jahrhundert sehr beliebtes Gesellschaftsspiel . Am Weihnachtsabend wurden Rosinen in eine Porzellanschüssel geschüttet und ordentlich mit Whisky getränkt. Dann wurde der Whisky angezündet und die Teilnehmer mussten abwechselnd mit den Händen die brennenden Rosinen aus der Schale picken um sie im Mund zu löschen. Um dem Ganzen auch noch einen richtigen spooky Touch zu geben wurde dabei das Licht ausgemacht, so dass man beim Rosinen essen die Flammen aus dem Mund der Teilnehmer schlängeln sehen konnte 🙂
Das Gesellschaftsspiel wurde Ende des 19. Jahrhunderts immer unpopulärer nachdem sich die Anzahl der verbrannten Hände und Münder vermehrt hatten. Vielleicht sollten trotzdem ein paar Wagemutige an diesem Weihnachtsabend diese Tradition im wahrsten Sinne des Wortes wieder aufflammen lassen 🙂

Fotoquelle: Transaction Fraud / Flickr

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

indienFür die neunzehnte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Indien

Da Indiens Bevölkerung hauptsächlich aus Hindus und Moslems besteht, ist die christliche Weihnachtstradition nicht sehr verbreitet. Für all diejenigen, die dem christlichen Glauben angehören oder einfach gerne Jingle Bells anhören und Weihnachtslieder singen wollen, gibt es ein grundsätzliches Deko-Problem. Es wachsen so einfach gar keine Tannenbäume in Indien. Also schnappt man sich mal eben einen Mango- oder Bananenbaum und behängt diesen schön mit kitschigem Weihnachtsschmuck. Eigentlich eine gute Anregung für alle, die keine Lust auf die Weihnachtsbaum Action haben. Die können dann mal eben den Benjamin oder den Pfennigbaum behängen 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

japan

Für die achtzehnte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Japan

Während bei uns am Weihnachtsabend der Gänsebraten in der Röhre bruzelt und alle besinnlich auf den prächtig illuminierten Weihnachtsbaum schauen, heißt es in Japan ‚Kentucky Fried Christmas‘!
Das traditionelle Weihnachtsessen nimmt der kultivierte Japaner nämlich in einem Kentucky Fried Chicken Restaurant ein. Dort werden dann bei weihnachtlicher Musikberieselung besinnlich die Hähnchenkeulen gefuttert. Um in diesen Genuss zu kommen sollte man seine Reservierung lieber schon an Ostern machen 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

ukraineFür die siebzehnte kuriose Weihnachtstradition geht es heute in die Ukraine

Dort werden die Weihnachtsbäume genauso bunt mit Girlanden, Christbaumkugeln und Lametta geschmückt wie bei uns. Mit Ausnahme einer Spezialität: Einer Spinne und einem Netz. Beides wird im Baum versteckt und wer es entdeckt dem wird für das nächste Jahr viel Glück vorausgesagt. Der Brauch basiert auf ein Volksmärchen, in dem eine verwitwete Frau so arm war, dass sie ihren Christbaum nicht schmücken konnte. Als sie am Weihnachtsmorgen aufwachte entdeckte sie mit Erstaunen, dass eine Spinne in der Nacht den Baum mit filigranen Spinnennetzen geschmückt hatte 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

jugoslawien

Für die sechzehnte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Jugoslawien

Am zweiten Sonntag vor Weihnachten – also genau heute – locken jugoslawische Kinder ihre Mütter in einen Hinterhalt und binden sie an einen Stuhl. Dann rennen sie um ihre gefesselte Mutter und schreien „Mutter Tag, Mutter Tag, was zahlst du um frei zu kommen?“ Natürlich geht es darum so einen Haufen Geschenke zu ergattern. Aber Freud hätte sicherlich seine Freude daran diesen Brauch zu analysieren 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

usa


Für die fünfzehnte kuriose Weihnachtstradition geht es heute in die USA

Dort gibt es eine sehr schöne Methode, um dem Weihnachtsmann und seinen Rentieren auf die Sprünge zu helfen, dass sie mal pronto bei euch im Garten landen und kistenweise Geschenke abladen.
Hier die Anleitung:
Besorgt euch drei kleine Porzellanschalen und füllt in die eine Haferflocken, in die andere bunte Zuckerstreusel und in die dritte Glitzerzuckerstreusel (sollte man in einem gut sortierten Backzubehörshop finden).
Die drei gefüllten Gefäße stellt man mit einem Tablett in den Garten. Dann nimmt man aus jedem Gefäß eine handvoll und verteilt es noch ein bisschen außen herum in die Wiese.
Und jetzt kommt ‚The MAGIC‘! Während ihr zart schlummert, kommt der Mond zwischen der Wolkendecke hervor und bringt das ‚Magic Reindeer Food‘ zum Leuchten. Von diesem Leuchten werden die Rentiere magisch angezogen. Und egal ob der Weihnachtsmann gerade auf dem Weg zum nächsten Geschenkedepot ist, werden die Rentiere es sich nicht nehmen lassen kurz bei euch im Garten halt zu machen, um sich an dem leckeren Futter zu laben. Und wenn der Weihnachtsmann dann schon mal da ist, wird er natürlich ordentlich Geschenke für euch im Vorgarten deponieren

Wir wünschen viel Glück und Spaß beim Ausprobieren!

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

GroenlandFür die vierzehnte kuriose Weihnachtstradition wird es kulinarisch oder so ähnlich!

In Grönland gibt es bei den Inuit nämlich was ganz Feines zu Weihnachten zu futtern: Kiviak. Für diese Spezialität bedarf es ein wenig Vorbereitung und Planung. Bereits im Frühling fängt man sich für den Weihnachtsschmaus eine dicke Robbe und sammelt dazu in akribischer Kleinarbeit 400 Auks ein. Auks sind Vögel, die ein bisschen wie Pinguine aussehen. Ziemlich niedliche Tierchen. Hat man die Zutaten alle beisammen stopft man die entweidete Robbe mit all den Schnäbeln, Füßen, Federn und Flügeln der Auks so lange voll, bis da nichts mehr rein geht. Anschließend verschhließt man das Ganze mit Fett und setzt sich ein paar mal drauf. Damit auch ja die ganze Luft entweicht (wegen der Haltbarkeit!). Und dann ab mit dem Festagsbraten in den Permafrostboden, bis auf das er kurz vor Weihnachten aus gebuddelt und über kleiner Flamme gegart wird. Wie ihr vermutet ist das ein Winteressen, für das man unbedingt ein gut gelüftetes Wohnzimmer braucht, bzw. am Besten sollte man das Ganze gleich draußen verspeisen. Unerschrockene Globetrotter berichten, das Kiviak ein bisschen wie Blauschimmelkäse schmeckt. Na dann mal guten Appetit 🙂