Kuriose Weihnachten aus aller Welt

letlandFür die dreizehnte kuriose Weihnachtstradition geht es nach Lettland

Dort gibt es an den Weihnachtstagen eine Tradition, die wir eher von Halloween kennen. Gruppen von verkleideten Kindern und Jugendlichen ziehen singend von Haus zu Haus, spielen Musik und fragen nach Essen. Ihr Aufgabe ist es auch die Häuser zu segnen. Also ist auch noch ein bisschen von den drei Heiligen Königen dabei. Übrigens der erste überlieferte Christbaum stand 1510 in Riga. Also wer Weihnachten über alles liebt, muss einmal im Leben nach Riga. Dort steht ein ganz prächtiges Christbaumexemplar 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

norwayFür die zwölfte kuriose Weihnachtstradition geht es nach Norwegen

Wer am Weihnachtsabend in Norwegen zu Besuch ist und mal eben den ganzen Wohnzimmerteppich mit Keksen zu gekrümmelt hat, wird sich wundern wieso man nirgends im Haus einen Besen finden kann. Die Erklärung ist ziemlich einfach. In der Weihnachtsnacht kommen die ganzen verrückten und bösen Geister und Hexen aus ihren Verstecken und sind auf der Suche nach einem Besen, um mit ihm durch die Straßen zu fliegen und allerhand Unfug zu treiben. Deshalb werden an Weihnachten alle Besen sorgfältig versteckt, damit man sie später nicht irgendwo in der Nachbarstadt vom Ratshausdach klauben muss.
Übrigens gehen die Männer nach dem Abendessen auch vor das Haus und schießen mit ihrer Shot Gun in die Luft um böse Geister zu vertreiben. Die Norweger sind schon echte Kerle!

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

australiaFür die elfte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Australien

Während wir hier in unserem schönen Winter-Schnee-Chaos durch die Einkaufspassagen stapfen, machen die Australier ihren Weihnachtsbummel mal eben in Shorts und T-Shirt bei handzahmen 28 Grad. Deshalb kommt der Santa Claus auch schon mal mit dem Surfbrett und der Schlitten vom Weihnachtsmann wird natürlich von Kängurus gezogen. Australische Ehrensache!
Anstatt mit Tannenzweigen wird in Australien oft das ganze Haus mit dem rot blättrigen einheimischen ‚Christmas Bush‘ geschmückt. Und zu Weihnachten gibt es den leckeren ‚Christmas Pudding‘ in den eine Kleinigkeit eingebacken wird, die dem der sie findet das ganze nächste Jahr Glück bringt. Früher hat man mal eben Gold Nuggets in den Pudding versteckt, aber bei den heutigen Goldpreisen kann sich das ja keiner mehr leisten 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

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Für die zehnte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Finnland

Während die meisten Menschen in Europa am Weihnachtsabend in die Kirche gehen, sich mit ihrer Familie unter dem Weihnachtsbaum treffen oder ein wenig mit dem Auto um den Block fahren, um sich die weihnachtliche Beleuchtung anzusehen, haben die Finnen ein ganz anderes Ziel im Sinn. Dort fährt man am Weihnachtsabend zum Friedhof und zündet Kerzen für die Verstorbenen an. In Helsinki gehen ganze 75% aller Familien auf den Friedhof. Ihr könnt euch ja vorstellen was passiert, wenn sich dreiviertel aller Menschen einer Metropole zeitgleich auf den Weg zu ein paar wenigen Orten machen. Wir gehen davon aus, dass viele Finnen ihre Weihnachten im Stau verbringen

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

slowakeiFür die neunte kuriose Weihnachtstradition machen wir uns auf den Weg in die Slowakei

In ländlicheren Gegenden gibt es unter den slowakischen Bauern einen ziemlich schrägen Brauch. Am Weihnachtsabend nach dem Nachtisch, der zumeist aus Loska, einem Art Pudding besteht, nimmt der Hausherr einen großen Löffel davon aus der Schale und katapultiert die klebrige Masse an die Wohnzimmerdecke. Nun richten alle Weihnachtsgäste gespannt den Blick nach oben, um zu sehen, wie viel von dem Pudding an der Decke kleben bleibt. Denn je weniger wieder runter tropft, desto reicher wird die Ernte im nächsten Jahr sein.
Diese Tradition wurde ziemlich sicher von Männern ausgedacht, denn wir können uns gut den nächsten Tag vorstellen, wenn die Bauersfrau mit der Leiter die Decke schrubbt 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

venezuelaFür die achte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Venezuela

Und zwar ins hübsche Städtchen Caracas. Am Weihnachtsmorgen gehen die gläubigen Caracener brav in die Kirchmesse. Aber anstatt mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß machen sich alle Bürger mit Roller-Skates auf den Weg zur Kirche. Dabei werfen sie Böller um sich und rufen ‚Jesus wurde heute geboren‘.
Ziemlich schicker Weihnachtsbrauch. Sollten wir hier auch einführen 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

cagaFür die siebte kuriose Weihnachtstradition geht es nach Katalonien

An Weihnachten wird der Tió de Nadal im Wohnzimmer aufgestellt. Das ist ein Baumstamm, der innen ausgehöhlt und auf einer Seite mit einem Gesicht beklebt wird. Jeden Dezemberabend bis Weihnachten wird der Tió mit Nüssen und Süßigkeiten ‚gefüttert‘, indem ihm die selbigen hinten rein gesteckt werden. Und an Heiligabend geht dann der Spaß richtig los. Die Kinder schlagen mit einem Stock bewaffnet auf den Tió ein und fordern ihn auf, dass er sich der Süßigkeiten entledigt. Umgangssprachlich wird der Tió de Nadal daher auch Caga tió genannt. Das heißt ganz einfach ‚der kackende Baumstamm‘ 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

TschechienZum Nikolaus geht es nach Tschechien

An Nikolaus werden die meisten von uns ja mit leckeren Süßigkeiten beschenkt. Aber Süßigkeiten alleine futtern macht einfach nur halb so viel Spaß wie zu zweit. Daher gibt es in Tschechien zu Weihnachten ein paar schöne Bräuche für unverheiratete Mädchen.
Die Heiratswillige stellt sich mit dem Rücken zur Tür und wirft einen Schuh über ihre Schulter in Richtung Haustür. Landet der Schuh mit der Spitze zur Tür wird sie innerhalb eines Jahres verheiratet sein.
Sollte das nicht geklappt haben kann sie sich schnell einen Holunderbaum suchen und diesen kräftig schütteln. Bellt währenddessen ein Hund so wird sie einen Mann heiraten, der in der Richtung wohnt, aus dem das Gebell kam.

Es gibt in Tschechien auch noch ein paar andere schöne Weihnachtsbräuche die wir euch nicht vorenthalten wollen:
* Wer den ganzen Tag fastet wird am Abend das goldene Schweinchen an der Wand sehen.
* Nach dem Weihnachtsessen darf bis zur Mitternachtsmesse kein offenes Feld überquert werden. Wer es dennoch tut, stirbt innerhalb eines Jahres.
* Eine schwangere Frau weiß durch das Eintreten des ersten Besuchers am Heiligabend das Geschlecht ihres ungeborenen Kindes. Ist der Besucher ein Mann wird sie einen Sohn gebären.

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

krampusFür die fünfte kuriose Weihnachtstradition geht es heute nach Österreich

Wer gestern noch Angst vor den griechischen Kobolden hatte, darf sich heute gleich wieder warm anziehen. Heute ist nämlich der Tag der Krampusse. Die teufelsähnlichen Gestalten lieben böse Jungs und Mädchen. Sobald sie jemanden gewittert haben, kommen sie im Rudel herbei gelaufen und schlagen mit ihren Stöcken auf das arme wehrlose Opfer ein bis es grün und blau ist. In Österreich ist es Tradition, dass sich am 5. Dezember wehrfähige und unverheiratete Männer in ein Krampuskostüm zwängen, und mit einem Stock bewaffnet durch die Gassen ziehen. Wenn sie jemanden Unverkleideten entdecken spielt es keine Rolle ob du artig warst. Wenn du nicht schnell weg läufst, könntest du einige Schläge abgekommen. Und solltest du gar jung und weiblich sein, solltest du diesen Abend besser meiden, da die Jungs meist nicht ganz nüchtern sind 🙂

Kuriose Weihnachten aus aller Welt

spookyDie vierte kuriose Weihnachtstradition kommt aus Griechenland.

Dort treiben während der Weihnachtszeit die ‚Kallikantzaroi‘ ihr Unwesen. Das sind richtig fiese Kobolde, die gar schaurig anzuschauen sind. Die Legenden beschreiben sie als halb Mensch, halb Tier mit roten heraus hängenden Zungen, Affenarmen, Monsterfüßen und dämonisch leuchtenden Augen. Tagsüber verstecken sie sich an dunklen Orten und des Nachts kommen sie aus Ihren Verstecken. Und wehe du hast vergessen dein Haus abzusichern. Denn dann kommen sie in Scharen, zerstören deine Einrichtung, verschlingen alles Ess- und Trinkbare und lassen die Bewohner halb tot vor Angst zurück.
Und wie schützt man sich und sein Haus vor der Ausgeburt der Hölle?
Da die Kobolde keine starken Gerüche mögen, soll es sehr hilfreich sein seine alten Schuhe zu verbrennen Auch Weihwasser soll sehr hilfreich sein. Während der Weihnachtszeit laufen Priester mit Eimerweise Weihwasser durch die Ortschaften und besprenkeln Eingangstüren, Menschen und Autos. Gerüchte besagen, dass die ‚Kallikantzaroi‘ auch schon hierzulande gesichtet wurden. Also schnell die alten Schuhe aus dem Keller holen